Smart Home

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Smart Home

Beitrag#1von Nachtwolf » 07.08.2015 09:06

Vernetzung von Haushaltsgeräten, den Fernseher per Smartphone einschalten, während man noch das Auto einparkt, Kühlschränke, die selber Bier und Butter bestellen. Technisch ist das alles längst möglich. Was hältst DU davon? Fortschritt oder Firlefanz?
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Re: Smart Home

Beitrag#2von modul » 07.08.2015 11:09

man sollte es nicht übertreiben.

Ich weiß noch wie bei uns auf der Strasse mal abends im Winter der Strom für mehrere Stunden
ausgefallen ist.

Plötzlich war es stockdunkel, Musik, Licht und TV alles aus.
Dann im dunkel nach einer Taschenlampe oder Feuerzeug suchen...

Da merkt man erst wie abhängig die Menschen schon vom Strom sind und wenn alles über Computer gesteuert wird geht nichts mehr.

Oder ein EMP ( elektromagnetische Impuls ) kann auch alles ( Autos, Flugzeuge, Computer ) lahmlegen.
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Re: Smart Home

Beitrag#3von Floz » 07.08.2015 11:33

Und selbst ohne Stromausfall halte ich das für bedenklich. Wer regelmäßig mit Computern und Netzwerken arbeitet, kann ja mal zusammenzählen, wie lange er mit Ausfällen, Updates und anderen Störungen beschäftigt ist.
Und das "Smart Home" ist da noch meine geringste Sorge, siehe hier:
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Und es behaupte niemand, die Technik wäre seither sicherer geworden...
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Re: Smart Home

Beitrag#4von tantalus » 07.08.2015 16:07

Firlefanz. :abwink:

Manches davon mag ja ganz nett sein, im Einzelfall vielleicht sogar mal einen gewissen Sinn haben - der sich mir aber beim besten Willen nicht erschließt. Für einzelne Sachen lohnt sich der Aufwand nicht und wenn man es richtig angehen will, ist man ganz schnell mit fünfstelligen Summen dabei. Dafür, daß irgendein amerikanischer Schnüffler immer ganz genau weiß, wie viel Bier ich noch im Kühlschrank habe??? Ganz sicher nicht!
Es wird schon seinen guten Grund haben, daß man solche Technik zwar schon seit Jahren auf allen möglichen Messen sieht, aber kein Mensch sowas im Haus haben will... :unknown:
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Re: Smart Home

Beitrag#5von Querkopf » 07.08.2015 16:30

Als Fortschritt wird das nur von den Anbietern verkauft.
Warum soll mein Kühlschrank Bier bestellen können, wenn er nicht weiss auf was ich grade Lust habe. Ich habe eben schon 45 Minuten im Getränkemarkt verbracht, weil ich mich nicht entscheiden konnte.
Warum sollte der Fernseher schon laufen, wenn ich noch garnicht in der Wohnung bin?
Einzig und allein für mein Internetradio habe ich eine App, weil die Menü-Führung vom Gerät selbst grottenschlecht ist.
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Re: Smart Home

Beitrag#6von edan » 07.08.2015 21:43

Horst Evers kann seine Kaffeemaschine schon von unterwegs einschalten, damit der Kaffee fertig ist wenn er die Küche betritt.
Nur dumm, dass er meistens vergisst seine Tasse, wenn er aus dem Haus geht, unter den Auslauf zu stellen. ;))

Obwohl einiges, was vor Jahren als Firlefanz bezeichnet wurde,
heute selbstverständlich genutzt wird.
Mein Fazit:
Alles ist nicht Firlefanz, aber alles ist auch nicht Fortschritt.
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Re: Smart Home

Beitrag#7von tantalus » 09.08.2015 10:12

Na ja - daß irgendwas selbstverständlich genutzt wird, bedeutet ja noch lange nicht, daß es dadurch automatisch auch irgendeinen Sinn kriegt. Das meiste bleibt ganz einfach Firlefanz... :sorry:
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Re: Smart Home

Beitrag#8von der-gelbe-hund2.0 » 09.08.2015 22:42

Völliger Tinnef. Es dauert nicht mehr lang, bis die Vorsilbe "Smart" ein Negativattribut ist.

Welchen Mehrwert hat es, unterwegs seine Waschmaschine oder Kaffeemaschine einzuschalten, wenn man trotzdem alle Handgriffe vorher manuell ausführen muss? WENN überhaupt, möchte ich eine Hilfe, die meine Wäsche aufhängt, faltet und meine Hemden bügelt.

Ein Smarthome wäre mein Alptraum, letztens einen Artikel über einen Freak gelesen, dessen Haus die Lichter in der Wohnung nach seinen Schritten einschaltet, mittels Sensoren im Fußboden.
Nun weiß aber jeder, dass elektronische Geräte am Ende ihres Lebenszyklus' nicht einfach ausgehen, sondern vorher "spinnen", also nicht nachvollziehbare Fehlfunktionen haben.
Bei dem Schrittsensor heißt das, dass das Licht im Schlafzimmer angeht, wenn ich durchs Wohnzimmer gehe oder statt der automatischen Toilettenspülung nach dem dicken Geschäft, beim Aufstehen die Kaffeemaschine einsetzt.

Oder ein Schrittsensor ermüdet mechanisch, beim Durchschreiten der Wohnung läuft das Licht mit, außer am dritten Fenster, weil der Sensor kaputt ist. Gewöhnt man sich halt dran...

Der Aufwand, den man mit der Reparatur oder dem Auslesen der Fehler nach vier Jahren hat, ist die Pseudo-Erleichterung nicht den Lichtschalter drücken zu müssen bei weitem nicht wert.

Typischer Fall von zwanghaftem Wirtschaftswachstum um neue Produkte zu verkaufen, die man in ein paar Jahren wieder wegschmeißen muss.

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Re: Smart Home

Beitrag#9von Snugbug » 11.08.2015 10:41

Es ist ja auch Unsinn, Sensoren im Boden zu nutzen. Da ist die mechanische Belastung viel zu groß.
Da nimmt man einfach zwei in der Tür kurz hintereinander angebrachte Laser-Lichtschranken.
Dann eine logische Schaltung dazu, die erkennt, welche der beiden Lichtschranken zuerst unterbrochen wird.
So wird die Laufrichtung erkannt, also ob man ins Zimmer reinkommt oder hinausgeht. Bei Zimmern mit Fenstern ergänzt man die Elektronik noch mit einem Fotowiderstand, um Tag und Nacht zu erkennen, weil man am Tag ja kein Licht braucht.
Das geht alles völlig berührungslos und hält deshalb viele Jahre bis Jahrzehnte und sollte wirklich mal ein Defekt vorkommen, muss man halt nur noch in jedem gesteuerten Zweig einen Hauptschalter einplanen, mit dem an den jeweiligen Zweig manuell ein- oder ausschaltet, bis er repariert ist.

Eine wie ich finde durchaus sinnvolle Anwendung der Smarthome-Technik ist die Jalousien- oder Rolladensteuerung.
Wenn die offen stehen und man z.B. das Haus verlässt und es kommt unerwartet schlechtes Wetter auf oder viel Sonne, dann kann man alles von unterwegs mit dem Handy runterfahren oder man koppelt die Steuerung mit Wind-, Feuchtigkeits- oder Helligkeitssensoren.
Dann geht alles vollautomatisch.
Das Ganze lässt sich sogar relativ günstig selbst realisieren, wenn man ein paar elektronische Kenntnisse und einen Raspberry Pi besitzt.
Man kann auch für den Urlaub eine Lichtsteuerung programmieren, um potentiellen Einbrechern Anwesenheit vorzutäuschen.
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Re: Smart Home

Beitrag#10von Querkopf » 11.08.2015 14:36

Snugbug hat geschrieben:Eine wie ich finde durchaus sinnvolle Anwendung der Smarthome-Technik ist die Jalousien- oder Rolladensteuerung.
Wenn die offen stehen und man z.B. das Haus verlässt und es kommt unerwartet schlechtes Wetter auf oder viel Sonne, dann kann man alles von unterwegs mit dem Handy runterfahren oder man koppelt die Steuerung mit Wind-, Feuchtigkeits- oder Helligkeitssensoren.
Dann geht alles vollautomatisch.
.

Wozu? Wenn ich aus dem Haus gehe, schließe ich alle Fenster und ich muß mich um nichts kümmern. Wochenlang nicht!!!!! Alles andere ist Mumpitz und macht die Taschen derjenigen voll, die sowas anbieten.
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Re: Smart Home

Beitrag#11von tantalus » 11.08.2015 17:22

Also ich kenne 100 Jahre alte Fenster und wenn die bissl gepflegt und hin und wieder mal neu gestrichen werden, halten und funktionieren die locker auch noch weitere 100 Jahre. Und länger. Absolut dicht. Bei Regen, Sturm und Wind.
Für solche "High-Tech"-Elektronik würde ich das mit Sicherheit nicht erwarten. Nicht mal für 10 Jahre. Bei weitem nicht. Eigentlich nicht mal für eins... :nee:
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Re: Smart Home

Beitrag#12von der-gelbe-hund2.0 » 12.08.2015 08:33

Die Jalousiensteuerung lasse ich gelten und eine Lichtsteuerung gegen Einbrecher auch. Eine automatische Bewässerung des Gartens bei Trockenheit wäre auch okay.

Das ist aber nicht das, was man uns als "Smart-Haus" verkaufen will, zu pragmatisch :-/

Bei dem berühmten Bestellen der Milch vom Kühlschrank als Paradebeispiel, wären viel zu viele Ausnahmen (Gäste, Urlaub, Diät, Milchkartons stehen mal an anderen Ecken des Schrankes, etc.) zu bedenken. Zusammen mit der Fehlerbehaftung durch Altersverschleiß steht der Aufwand mit dem Nutzen in keinem Verhältnis.

Dieses Verhältnis kippt m.E. sowieso gerade, gefühlt habe ich den Eindruck, dass jeglicher Technikwechsel (Büro, Smartphone, Auto) mehr Zeit frisst, als er an Zeitersparnis bringt.
Kann natürlich auch an meinem fortschreitenden Alter liegen ;-)

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